Dienstag, 7. Juni 2011

Helgoländer Knieper

Der eine oder andere wird sich schon über die plötzliche Stille im Kochstudio gewundert haben. Aber keine Sorge, ich habe den (Koch-)Löffel noch nicht abgegeben. Ich war auf kullinarischer Entdeckungsreise auf Helgoland. Der helgoländer Knieper hatte mich schon beim letzten Inselaufenthalt gereizt, kam aber mangels Zeit nicht auf den Teller. Da wir dieses Mal mehrere Tage auf der Insel verweilten, stand dem Knieper nichts mehr im Wege.
Außer einer "etwas längeren" Anreise. Durch eine unfallbedingte Vollsperrung der Autobahn und keiner Möglichkeit abzufahren, hockten wir 3 Stunden da, schauten auf die Uhr und sahen unsere Fähre schon im Geiste davonfahren. Leider später dann auch in der Realität. Diese und weitere staubedingte Verzögerungen ließen sich nicht mehr aufholen. Wir hatten zwar 2,5 Stunden Reserve eingeplant, aber eben keine 3,5.
Also erstmal eine Übernachtung in Cuxhaven organisieren und die Fähre umbuchen.

Aber dann ging's doch auf die Insel. Statt, wie ursprünglich geplant, mit dem Jet-Katamaran fuhren wir ganz gemütlich mit dem Bäderschiff nach Helgoland. Inklusive ausbooten auf Reede mit sogenannten Börtebooten.

Den Knieper hatten wir schon abends von Cuxhaven aus vorbestellt. Und so stand dann abends auch eine ordentliche Platte für uns bereit. Mit Brot, Cocktail- und Knoblauchsauce.


Geschmacklich ist der Knieper (ein Taschenkrebs) eher mild, aber kaum einzusortieren. Es empfiehlt sich daher, mit den Saucen sparsam umzugehen bzw. sie auch ganz weg zu lassen. Natürlich schmeckt er wie andere Krebse recht charakteristisch, aber dennoch sehr eigenständig.
Wer einmal auf Helgoland ist: unbedingt Knieper probieren!

Und wer Knieper selber zubereiten möchte, findet ein schönes Rezept z.B. bei "Gekonnt gekocht".

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