Donnerstag, 14. Mai 2009

Käse-Imitate auf dem Vormarsch

Folgender Artikel des Bonner General-Anzeigers online hat mir eben angewidertes Entsetzen auf's Gesicht gebracht:


Zitat:
Hamburg (dpa/tmn) - Verbraucher können nur schwer erkennen, ob Restaurants oder Hersteller von Tiefkühlprodukten Käse-Imitate verwenden. Bisher müssen Gemische aus Pflanzenfett, Wasser und Eiweißpulver, die auch «Analog-Käse» genannt werden, nicht gekennzeichnet werden.

Der Kunde könne aus der ellenlangen Zutatenliste von Tiefkühlpizzen oder -baguettes kaum erkennen, ob Zutaten wie pflanzliche Fette oder Milcheiweiß zum Gericht gehören oder als Käse-Ersatz dienen, erklärt Armin Valet, Ernährungsexperte der Verbraucherzentrale Hamburg.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat beim Deutschen Verbrauchertag in Berlin angekündigt, gegen die zunehmende Nutzung von Käse-Imitaten auf europäischer Ebene vorgehen zu wollen: «Wo Käse drauf steht, muss auch Käse drin sein.» Ansonsten werde der Verbraucher in die Irre geführt.

Genau das geschieht laut Valet bisher. Manche Fertiggerichte enthielten zwei Prozent echten Käse, um das Wort auf die Packung schreiben zu dürfen. Außerdem werde der «Analog-Käse» auch im Einzelhandel als «Pizza-Mix» verkauft. Der Inhalt solcher Packungen sei von geriebenem Käse kaum zu unterscheiden.

Auch in der Gastronomie werde das Imitat, das rund 40 Prozent billiger als Käse ist, verwendet. Hellhörig sollten Verbraucher werden, wenn ein Gericht auf der Speisekarte als «überbacken» beschrieben ist und von Käse keine Rede ist, rät Valet. Auch als Feta-Ersatz in griechischen Salaten sei «Analog-Käse» schon gefunden worden.

Quelle:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=ratg&itemid=10270&detailid=591619
Bonner General-Anzeiger online vom 14.5.2009

Na dann prost!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

das ist doch nicht neu! Darum kaufe ich keine Fertig-Pizza, da ist das drauf. Also alles nach Möglichkeit selber machen! M.

Yulara hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Yulara hat gesagt…

Tja, der sogenannte "Analogkäse". Das ist allerdings wirklich nichts Neues.

Hinzukommt nun noch das "gepökelte Schulterfleisch überwiegend sehr fein zerkleinert", was uns fälschlicherweise als Schinken untergejubelt wird.